Pilgerbericht 2025
von unserer Pilgerschwester und unserem Pilgerbruder
Hanna und Lutz Awolin (Neupilger 2025)
über die Trier-Wallfahrt der Sankt Matthias Bruderschaften Vorst und Holzbüttgen
vom 03. bis 07. Mai 2025
Losung: "Pilger der Hoffnung Tut, was ich euch auftrage !"
Wir haben versucht den Pilgerbericht aus der Sicht der Neupilger zu verfassen.
Als wir uns auf den Weg machten, den Matthes in Trier zu erpilgern, war die Erwartung klar:
Das wird extrem anstrengend - eine echte Grenzerfahrung.
Ein Abenteuer bei dem man sich selbst neu entdeckt - oder zumindest seine Schmerzgrenze.
Womit keiner gerechnet hat - wie schnell man an diese Grenze kommt. So kamen Lutz und Sarah
schon am ersten Tag so dermaßen an Ihre Grenzen, dass der Gang zum Abendessen in der ersten
Unterkunft eher an ein Eineiern als ein gehen erinnerte. Andere hielten etwas länger durch, aber
auch Simone und Stefan wurden von der Realität irgendwann eingeholt. Die beiden machten es sich
am letzten Tag für ein ausgiebiges Nickerchen im Gras bequem, so überzeugend, dass mehrere
Autofahrer anhielten um sicherzugehen, dass die beide noch lebten.
Bene und Jürgen haben tapfer bis zum Ende durchgehalten. Chapeau nochmal an dieser Stelle.
Und es ging nicht nur den Neupilger so: Unser tapferer Johannes hatte gleich am zweiten Tag der
Tour so riesige Blasen a den Füßen, dass wir kurz dachten, sie müssten kartografisch erfasst werden.
Sein Pilgerstatus? Ab dem dritten Tag: Team Auto. Sein Ziel: Rechtzeitig fit fürs Schützenfest und das
letzte Stück der Pilgertour unbedingt noch zu Fuß zu schaffen - kleiner Spoiler – das hat er geschafft!
Neben dem stundenlangen Pilgern gab es Gott sei Dank immer wieder die rettenden Treffpunkte mit
den Fahren - an dieser Stelle nochmal ein Riesen Dankeschön an Euch.
Hier trafen sich regelmäßig die “langsame” und die “schnelle” Gruppe, wie auch hin und wieder die
Radpilger, um sich gemeinsam mit einem Pilgerwasser auf die weitere Etappe vorzubereiten. Ohne
diese Pausen wären einige von uns wahrscheinlich immer noch irgendwo in der Eifel verloren.
Natürlich gab es neben den Treffen am Bus auch die klassischen Pipi Pausen. Besonders in Erinnerung
geblieben ist diese In der langsamen Gruppe : hier ergab es sich also, dass alle Frauen sich rechts
hinter einen Baumstamm hockten und sich Lutz und Hajo links aufhielten, als Hajo laut rief: “Lutz, hol
die Drohne raus.”
Was folgte war ein schneller, flinker Positionswechsel und höchstwahrscheinlich hat Hajo die Gruppe
selten so zügig wieder zusammen bekommen.
Der Start in den Tag war übrigens jedes Mal ein eigenes Abenteuer für sich.
Morgens aufstehen? Eine Katastrophe. Der Körper wollte nicht - der Wecker schon. Wer sich aber aus
dem Bett gequält hatte, wurde mit was ganz besonderem belohnt - Durch die Natur zu pilgern,
während der Tag erwacht – das sind die Momente, die man nicht vergisst.
Natürlich schien nicht immer die Sonne - Nein es gab auch Regen.
Und da sich nicht alle so gut vorbereitet hatten wie Simone mit Ihren Männern, die für jede Situation
für sich und andere ausgestattet waren, (Ja man hat tatsächlich alles bei ihr bekommen) wurden
Hanna und Sarah kurzerhand von Kerstin in Müllsäcke gestopft (da Simone und Co schon unterwegs
waren) und marschierten so durch die Landschaft.
Und wenn die Müdigkeit und Erschöpfung uns dann endgültig im Griff hatte, kam das was kommen
musste; Nach müde kommt blöd.
Als das Lied Halleluja angestimmt wurde, wurde ganz spontan ein kleiner Liedabtausch gestartet, was
die restliche Tour immer wieder für gute Laune gesorgt hat.
Tatsächlich haben wir das gemeinsame Singen so sehr gefeiert, dass wir kurzerhand unser eigenes
Pilgerlied erfunden haben. Vielleicht, um uns von den Schmerzen abzulenken, vielleicht aber auch
einfach, weil’s lustig war. Was als spontaner Blödsinn begann, wurde später zu einem echten
musikalischen Highlight:
Pilger, Pilger, Pilger – von Vorst über die Felder, Pilger Pilger Pilger der Weg wird immer wilder
Kabenes oder Williams Pilger Pilger Pilger - alles halb so schlimm, wenn wir zusammen sind. Hey
Abends gab’s dann unser persönliches Wohlfühlprogramm: die legendäre Massagekette in der
Jugendherberge oder die tägliche Fußpflege von Irmi und Uschi. Man muss sich halt gegenseitig
wieder zusammenbauen, wenn man tagsüber auseinanderfällt.
Ein weiteres Highlight war die Pilgertaufe mit späterer Teufelsaustreibung.
Für die Taufe erzählte man uns im Vorfeld wir müssen Badesachen mitnehmen, da wir nass werden
würden. Familie Awolin/Topphoff dachten sich - das ist ein Scherz und nahmen natürlich nichts mit.
Am Vortag der großen Taufe, dann wurden wir immer wieder darauf angesprochen, die Badesachen
mitzunehmen, so dass der ein oder andere Neupilger bereits morgens seine Schwimmsachen unter
den Wandersachen anzogen. Zum Mittagessen hin wurde es dann immer ernster und wir stellten uns
bildlich vor - 10 Neupilger - einige davon in Unterwäsche einige in Badeklamotten sollten vor allen
andern in ein Gewässer hüpfen und getauft werden? Eigentlich ist das doch ein katholischer Verein
und dann sollen wir uns alle ausziehen?
Am Ende war es dann doch ganz harmlos:
Ein Müllsack mit dem eigenen Namen – und dann die feierliche Taufe mit einem Ast von einem
ziemlich motivierten Brudermeister.
Der war so enthusiastisch bei der Sache, dass er beinahe selbst ins Wasser gefallen wäre.
Danach hatten wir alle nochmal Zeit mit unsren neuen Taufpaten bei Kaffee und Kuchen die neue
Pilgerfamilie zu feiern.
Am Ende unserer Wallfahrt kam die Teufelsaustreibung -Hier mussten sich alle Neupilger vor den
Altpilgern einreihen. Die Erschöpfung und Aufregung konnte man jedem ansehen.
Jeder Neupilger wurde von einer Person vorgestellt, meist in Reimform, und wir mussten traditionell
einen Stein werfen.
Als wir dann Schlussendlich beim Matthes einziehen konnten war das für viele ein ganz besonderes
Erlebnis, da alle Strapazen des Weges auf einmal von einem Abfielen. Hier durften wir während der
letzten Messe noch Messdiener spielen und wurden ganz verdutzt von allen angeschaut, als wir
Wir haben versucht den Pilgerbericht aus der Sicht der Neupilger zu verfassen.
Als wir uns auf den Weg machten, den Matthes in Trier zu erpilgern, war die Erwartung klar:
Das wird extrem anstrengend - eine echte Grenzerfahrung.
Ein Abenteuer bei dem man sich selbst neu entdeckt - oder zumindest seine Schmerzgrenze.
Womit keiner gerechnet hat - wie schnell man an diese Grenze kommt. So kamen Lutz und Sarah
schon am ersten Tag so dermaßen an Ihre Grenzen, dass der Gang zum Abendessen in der ersten
Unterkunft eher an ein Eineiern als ein gehen erinnerte. Andere hielten etwas länger durch, aber
auch Simone und Stefan wurden von der Realität irgendwann eingeholt. Die beiden machten es sich
am letzten Tag für ein ausgiebiges Nickerchen im Gras bequem, so überzeugend, dass mehrere
Autofahrer anhielten um sicherzugehen, dass die beide noch lebten.
Bene und Jürgen haben tapfer bis zum Ende durchgehalten. Chapeau nochmal an dieser Stelle.
Und es ging nicht nur den Neupilger so: Unser tapferer Johannes hatte gleich am zweiten Tag der
Tour so riesige Blasen a den Füßen, dass wir kurz dachten, sie müssten kartografisch erfasst werden.
Sein Pilgerstatus? Ab dem dritten Tag: Team Auto. Sein Ziel: Rechtzeitig fit fürs Schützenfest und das
letzte Stück der Pilgertour unbedingt noch zu Fuß zu schaffen - kleiner Spoiler – das hat er geschafft!
Neben dem stundenlangen Pilgern gab es Gott sei Dank immer wieder die rettenden Treffpunkte mit
den Fahren - an dieser Stelle nochmal ein Riesen Dankeschön an Euch.
Hier trafen sich regelmäßig die “langsame” und die “schnelle” Gruppe, wie auch hin und wieder die
Radpilger, um sich gemeinsam mit einem Pilgerwasser auf die weitere Etappe vorzubereiten. Ohne
diese Pausen wären einige von uns wahrscheinlich immer noch irgendwo in der Eifel verloren.
Natürlich gab es neben den Treffen am Bus auch die klassischen Pipi Pausen. Besonders in Erinnerung
geblieben ist diese In der langsamen Gruppe : hier ergab es sich also, dass alle Frauen sich rechts
hinter einen Baumstamm hockten und sich Lutz und Hajo links aufhielten, als Hajo laut rief: “Lutz, hol
die Drohne raus.”
Was folgte war ein schneller, flinker Positionswechsel und höchstwahrscheinlich hat Hajo die Gruppe
selten so zügig wieder zusammen bekommen.
Der Start in den Tag war übrigens jedes Mal ein eigenes Abenteuer für sich.
Morgens aufstehen? Eine Katastrophe. Der Körper wollte nicht - der Wecker schon. Wer sich aber aus
dem Bett gequält hatte, wurde mit was ganz besonderem belohnt - Durch die Natur zu pilgern,
während der Tag erwacht – das sind die Momente, die man nicht vergisst.Natürlich schien nicht immer die Sonne - Nein es gab auch Regen.
Und da sich nicht alle so gut vorbereitet hatten wie Simone mit Ihren Männern, die für jede Situation
für sich und andere ausgestattet waren, (Ja man hat tatsächlich alles bei ihr bekommen) wurden
Hanna und Sarah kurzerhand von Kerstin in Müllsäcke gestopft (da Simone und Co schon unterwegs
waren) und marschierten so durch die Landschaft.
Und wenn die Müdigkeit und Erschöpfung uns dann endgültig im Griff hatte, kam das was kommen
musste; Nach müde kommt blöd.
Als das Lied Halleluja angestimmt wurde, wurde ganz spontan ein kleiner Liedabtausch gestartet, was
die restliche Tour immer wieder für gute Laune gesorgt hat.
Tatsächlich haben wir das gemeinsame Singen so sehr gefeiert, dass wir kurzerhand unser eigenes
Pilgerlied erfunden haben. Vielleicht, um uns von den Schmerzen abzulenken, vielleicht aber auch
einfach, weil’s lustig war. Was als spontaner Blödsinn begann, wurde später zu einem echten
musikalischen Highlight:
Pilger, Pilger, Pilger – von Vorst über die Felder, Pilger Pilger Pilger der Weg wird immer wilder
Kabenes oder Williams Pilger Pilger Pilger - alles halb so schlimm, wenn wir zusammen sind. Hey
Abends gab’s dann unser persönliches Wohlfühlprogramm: die legendäre Massagekette in der
Jugendherberge oder die tägliche Fußpflege von Irmi und Uschi. Man muss sich halt gegenseitig
wieder zusammenbauen, wenn man tagsüber auseinanderfällt.
Ein weiteres Highlight war die Pilgertaufe mit späterer Teufelsaustreibung.
Für die Taufe erzählte man uns im Vorfeld wir müssen Badesachen mitnehmen, da wir nass werden
würden. Familie Awolin/Topphoff dachten sich - das ist ein Scherz und nahmen natürlich nichts mit.
Am Vortag der großen Taufe, dann wurden wir immer wieder darauf angesprochen, die Badesachen
mitzunehmen, so dass der ein oder andere Neupilger bereits morgens seine Schwimmsachen unter
den Wandersachen anzogen. Zum Mittagessen hin wurde es dann immer ernster und wir stellten uns
bildlich vor - 10 Neupilger - einige davon in Unterwäsche einige in Badeklamotten sollten vor allen
andern in ein Gewässer hüpfen und getauft werden? Eigentlich ist das doch ein katholischer Verein
und dann sollen wir uns alle ausziehen?Am Ende war es dann doch ganz harmlos:
Ein Müllsack mit dem eigenen Namen – und dann die feierliche Taufe mit einem Ast von einem
ziemlich motivierten Brudermeister.
Der war so enthusiastisch bei der Sache, dass er beinahe selbst ins Wasser gefallen wäre.
Danach hatten wir alle nochmal Zeit mit unsren neuen Taufpaten bei Kaffee und Kuchen die neue
Pilgerfamilie zu feiern.
Am Ende unserer Wallfahrt kam die Teufelsaustreibung -Hier mussten sich alle Neupilger vor den
Altpilgern einreihen. Die Erschöpfung und Aufregung konnte man jedem ansehen.
Jeder Neupilger wurde von einer Person vorgestellt, meist in Reimform, und wir mussten traditionell
einen Stein werfen.
Als wir dann Schlussendlich beim Matthes einziehen konnten war das für viele ein ganz besonderes
Erlebnis, da alle Strapazen des Weges auf einmal von einem Abfielen. Hier durften wir während der
letzten Messe noch Messdiener spielen und wurden ganz verdutzt von allen angeschaut, als wir
kurzerhand anfingen auch die Kelche zu reinigen - natürlich alles auf Befehl des Pastors.
Alles in allem war die Pilgertour alles was wir erwartet haben und noch viel mehr.
Das Schöne: Wir mussten uns auf der gesamten Tour um nichts kümmern.
Wo müssen wir lang? Wann gibt es Essen? Alles war perfekt organisiert – einfach nur gehen,
genießen, leiden, lachen.
Eine unfassbar entspannte Auszeit – und gleichzeitig auch richtig anstrengend.
Schweiß, Blasen, Drohnenwitze, Kanon-Gesänge, Meditationen, Fotos, legendäre Sprüche schöne
Augenblicke in den kleinen Kapellen und viel gemeinsames Lachen nach mehreren langen Tagen zu
Fuß.
Für uns ein unvergessliches Abenteuer.
Dafür möchten wir uns an dieser Stelle nochmal herzlich bei euch allen bedanken.
Vor allem bei unseren Brudermeister und den stellvertretenden Brudermeister/innen, die uns den
langen Weg geführt und die Wallfahrt geplant haben und natürlich an unsere Fuß-Damen, die
jederzeit für uns da waren.
Hanna und Lutz Awolin